Interview im Lohner Wind

Kaum wird der Bart grau, schon landet man auf der Seniorenseite der lokalen Stadtillustrierten „Lohner Wind“.

Im Rahmen der Serie „4 Fragen an:“ wird in jeder Ausgabe ein ehrenamtlich engagierter Lohner gebeten, 4 Fragen zu beantworten – und das unabhängig vom Alter.

Für die Juli Ausgabe wurden mir 4 Fragen gestellt, die ich gerne beantwortet habe:

Teuflisch gut?! – Devilishly good?!

(english text below)

Nichts macht doch den Genuss einer guten Spirituose perfekter, als sich mit anderen Freunden edler Genüsse darüber auszutauschen. Am angenehmsten ist das natürlich, wenn man gemeinsam in einer Bar, auf einem Tasting oder im privaten Kreis zusammenkommt.

Ich möchte hier regelmäßig versuchen, diesen Austausch über das WorldWideWeb anzustoßen und würde mich über Kommentare anderer Genießer freuen, die Ihre persönlichen Eindrücke auf dieser Seite mit anderen teilen möchten.

Den Anfang macht heute ein aussergewöhnlicher Whisky des unabhängigen Abfüllers „The Whisky Chamber“ – „buair an diabhail of Islay“ (tempt the devil) vol. VI. Mit seinen 60.9 % vol. Alkohol alleine ist er schon Whisky, der den Teufel in Versuchung führen könnte. Aber eins nach dem anderen …

Diesen Whisky umgibt ein Hauch geheimnisvolles. Bekannt ist, dass der Whisky im Februar 2004 als Single Cask (ex Bourbon first fill)  Single Malt Whisky einer (ungenannten) Destille von der Insel Islay abgefüllt wurde. Die Abfüllung ist limitiert auf 296 Flaschen á 50 cl, sie ist ungefärbt und nicht kältefiltriert.

Zugegeben, vor 60,9 % hatte ich schon etwas Respekt, aber erstmal einschenken. Im Glas schimmert er leicht ockerfarben und bildet gleich Schlieren an der Glaswand. In der Nase hatte ich mehr Alkohol befürchtet, aber dem ist nicht so: die Alkoholnote ist kräftig aber nicht dominant, das Aroma ist leicht süß, erinnert mich etwas an Lebkuchen, eine leichte Phenolnote in Verbindung mit einem Hauch Torf betätigt seine Herkunft: Islay. Ganz zum Schluß riecht man dezent, aber deutlich Eukalyptus.

Jetzt der erste Schluck und gleich die erste Überraschung: es brennt nicht nur auf der Zunge. Klar, er ist kräftig, aber nicht unangenehm. Im ersten Moment nussig, trocken, Rauch und Torf. Anschließend Bitterschokolade, Espresso und im Nachklang leicht fruchtige Noten nach grünen Äpfeln, Limette und Eukalyptus. Gerade die frisch fruchtigen Noten halten, verbunden mit einer trocken, torfigen Grundnote überraschend lange an und klingen mandelig marzipanig aus.

Insgesamt ein Islay-Whisky dem die Fassstärke gut steht. Ich persönlich trinke ihn lieber unverdünnt. Allerdings bringen unterschiedliche Zugaben von Wasser sehr interessante Aromenwechsel. Hier empfehle ich jedem, verschiedene Wassermengen zu versuchen.

Leider ist diese 6. Ausgabe kaum noch zu bekommen. Wenn sich allerdings einmal die Gelegenheit ergibt, empfehle ich, vor allem den Freunden des typischen Islay-Whiskies: zugreifen!

slàinte mhath

What makes a great dram perfect? The discussion with other connoisseurs. Most pleasantly, of course, together in a bar, at a tasting or in a  private circle.

I would like to try starting discussions more or less regularly in the WorlWideWeb and will appreciate your comments and opinions here.

Today an unusual whisky of independent bottler „The whisky Chamber“ – „buair an diabhail of Islay“ (tempt the devil) vol starts. VI. with his 60.9% vol. will be tasted. The massiv alcohol alone might be able to tempt the devil. But step by step …

Several myths surround this whisky. What we already knew about is, that he was bottled in February, 2004 as a single cask (ex bourbon first fill) single malt whisky of a (unnamed) distillery  from Islay. This bottling is limited on 296 bottles á 50 centilitres, it is uncolored and not chill-filtered.

I confess, I really had some respect for 60,9 % alcohol, but first lets pour out. In the glass he gleams slightly sienna-coloured and forms streaks on the glass wall. I was expecting more alcohol in the nose, but surprisingly it wasn’t to dominant, the aroma is slightly sweet, something reminds me of gingerbread, a light phenol mark in connection with a hind of peat verified his origin: Islay. It ends with a whiff of eucalyptus.

Now the first sip and immediately the first surprise: no sting on my tongue. Surly, he is strong, but bearable. On the palate you find a dry taste of nuts, peat and smoke . It’s followed  by bitter chocolate, espresso.  The finish is fruity, hinds of green apples, lime and eucalyptus. The fresh and fruity flavors based on harmonic peat notes last unexpectedly long and ends with almond and marzipan.

In my opinion this is perfect with cask strength. I personally like it without any additional water. Indeed, different additions of water bring very interesting aromatic changes. I recommend everybody to try different quantities of water to find your personal taste.

Unfortunately, this 6th issue is sold out. If you have the chance to taste it – Don’t wait!

slàinte mhath